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In der Nacht auf Donnerstag, 16. Juni 2011, lässt sich in der Schweiz eine totale Mondfinsternis beobachten. Im Flachland ist diese aufgrund der aktuellen Wetterlage besonders gut sichtbar.
Der Mond tritt am Mittwochabend in den Kernschatten der Erde und wird von ihr vollständig verdeckt. Bereits ab 19.23 Uhr wandert er in ihren Halbschatten, ist aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht sichtbar, weil er sich noch unter dem Horizont befindet.
Rötlicher Schatten
Das Naturspektakel wird mit dem Mondaufgang um 21.16 Uhr sichtbar, dann befindet sich der Mond bereits zu 90 Prozent im Kernschatten der Erde. Die totale Finsternis wird gegen 22.13 Uhr erwartet. In dieser «Totalitätsphase» färbt sich der Schatten rötlich und hüllt den Mond in ein rotes Licht.
Wer genau hinschaut, kann die sich abzeichnende Rundung des Erdschattens auf dem Mond erkennen – dann nämlich, wenn der Mond langsam den Kernschatten der Erde verlässt. Dies dürfte ab 23.03 Uhr der Fall sein, wie PD Dr. Hans Martin Schmid vom Institut für Astronomie an der ETH Zürich erklärt.
Die nächste Mondfinsternis wird am 28. September 2015 stattfinden.
Quelle: SF Tagesschau
Mehr Infos finden Sie auch unter: mondfinsternis.info
Das Szenario
1. Kontakt: Eintritt in den Halbschatten um 19:23 Uhr MESZ
Sichtbare Mondfinsternis beginnt um ca. 19:53 Uhr MESZ
2. Kontakt: Eintritt in den Kernschatten um 20:23 Uhr MESZ
3. Kontakt: Beginn der totalen Phase um 21:22 Uhr MESZ
Maximale totale Mondfinsternis um 22.13 Uhr MESZ
4. Kontakt: Ende der totalen Phase um 23.03 Uhr MESZ
5. Kontakt am 16.06.10: Austritt aus dem Kernschatten um 00.02 Uhr MESZ
Ende der sichtbaren Mondfinsternis am 16.06.11 um ca. 00.32 Uhr MESZ
6. Kontakt am 16.06.10: Austritt aus dem Halbschatten ca. gegen 01.02 Uhr MESZ
Genfer Forscher entdecken Sonnensystem
Astronomen der Universität Genf haben ein Sonnen-system entdeckt, in dem wahrscheinlich sieben Planeten kreisen. 127 Lichtjahre von der Erde entfernt gelegen, ähnelt das System damit offenbar unserem eigenen Sonnen-system mit seinen acht Planeten. «Was wir entdeckt haben, ist wahrscheinlich das Planetensystem mit den bislang meisten bekannten Planeten», wird der Forscher Christophe Lovis in einer Mitteilung der Universität Genf zitiert. Die Messungen bestätigten die Präsenz von mindestens fünf Planeten von der Masse Neptuns, also etwa 13 bis 25 Mal schwerer als die Erde.

Diese Planeten kreisen um den Stern «HD 10180», der im Sternbild Hydrus (kleine Wasserschlange) am Südhimmel liegt. Ihre Entfernung zum Stern beträgt zwischen dem 0,006- und dem 1,4-fachen des Abstands zwischen der Erde und der Sonne. Für einen Umlauf um den Stern benötigen sie zwischen 6 und 600 Tagen.
Eine glühend heisse Erde
«Wir haben gute Gründe zu der Annahme, dass zwei weitere Planeten existieren», sagte Lovis. Der eine ähnelt Saturn und braucht 2200 Tage für einen Umlauf. Der andere wäre mit einer 1,4 Mal grösseren Masse als die Erde der leichteste bislang entdeckte Planet ausserhalb unseres Sonnensystems.
Das Gewicht ist allerdings die einzige Ähnlichkeit dieses Planeten mit der Erde. Er befindet sich extrem nahe seines Muttersterns, in nur zwei Prozent des Abstands zwischen Erde und Sonne. Ein «Jahr» auf diesem glühend heissen Gesteinsplaneten würde daher bloss 1,18 Erdentage dauern.
Bestätigen sich die Planeten Nummer sechs und sieben, kommt das neue Planetensystem auf fast ebenso viele Himmelskörper wie unser eigenes mit acht. Eine weitere Ähnlichkeit ist die Anordnung der Planeten: Laut den Forschern folgen die Entfernungen der Planeten zu ihrem Stern einem regelmässigen Schema - wie in unserem eigenen Sonnensystem.
Kreisförmige Umlaufbahnen
Allerdings gibt es auch Unterschiede. So ist das Planetensystem um «HD 10180» in seinen innersten Gebieten mit den fünf neptunartigen Planeten deutlich dichter bevölkert als unser Sonnensystem. Hinzu kommt, dass es in dem Planetensystem wohl keine «Gasriesen» wie Jupiter gibt. Und die Umlaufbahnen aller Planeten scheinen nahezu kreisförmig zu sein.
Astronomen kennen inzwischen fünfzehn Planetensysteme mit mindestens drei Planeten. Als Rekordhalter galt bislang der Stern «55 Cancri» mit fünf Planeten, von denen zwei grosse Gasriesen sind. Systeme mit leichteren - schwierig zu entdeckenden - Planeten wie die um «HD 10180» scheinen laut Lovis aber recht häufig zu sein.
Für die sechs Jahre dauernde Studie benutzten die Forscher den auf ein Teleskop in Chile montierten HARPS-Spektrografen. HARPS misst winzige Bewegungen des Sterns, die durch die Anziehungskräfte der Planeten verursacht werden. Die Wissenschaftler stellten ihre Resultate am Dienstag an einer Fachkonferenz am Observatorium Haute- Provence (F) vor.
Quelle: BAZ Online (danke, Yvonne Koch, für den Link!)
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