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Zeitqualität vom 21. Juni bis 23. Juli 2011

 

Ruth Siegenthaler

Ruth Siegenthaler beschäftigt sich seit über 20 Jahren intensiv mit psychologischer Astrologie. Ruth Siegenthaler publiziert regelmässig in astrologischen Fachzeitschriften sowie in Publikumszeitschriften zu astrologischen Themen. Seit 1996 monatliche Herausgabe von «Zeitqualität aus astrologischer Sicht», eine Übersicht über die astrologischen Themen der entsprechenden Periode. Sie leitet Astrologiekurse für Laien und Fortgeschrittene in Richterswil und an diversen Veranstaltungsorten.
 

Gesamtentwicklung und Lebensweisen hinterfragen

Die Krebs-Periode beginnt mit der Sommersonnenwende, und die Zeitqualität spricht tatsächlich von einer grossen Wendezeit, die es in der bekannten Menschheitsgeschichte noch nie gegeben hat und die auch nicht gestoppt werden kann. Die wirtschaftlichen, politischen und klimatischen Verhältnisse sind einem immer schnelleren Wandel unterworfen und können gerade in der Krebs-Periode unser Bedürfnis nach Geborgenheit und Sicherheit arg ins Wanken bringen.

Die grosse Herausforderung besteht in diesem und im nächsten Jahr darin, Geschehnisse nicht isoliert zu betrachten, sondern zu erkennen, dass jedes einzelne Individuum, jede Familie, jede Gruppe, jede Organisation und jedes Land Teile eines grösseren Ganzen sind, die sich gegenseitig bewusst und unbewusst beeinflussen. Von dieser Warte aus betrachtet ist jedes Verhalten, jede Entscheidung und jedes Ereignis systemrelevant, und dafür gilt es, Verantwortung zu übernehmen.

Im Juli 2011 setzt ein Prozess ein, der uns bis Dezember 2011 dazu auffordert, überholte geistige Konzepte und Denkstrukturen zugunsten eines neuen Bewusstseins hinter uns zu lassen. Im Weltgeschehen äussert sich dies beispielsweise in den Debatten über den Atomausstieg, die die Verantwortlichen und Wissenschaftler anfeuern, alternative Konzepte zu erarbeiten. Auch andere Einflüsse laden bis in den Herbst hinein dazu ein, Gesamtentwicklungen auf unserem Planeten zu hinterfragen.

Der neue Zeitgeist verschafft sich durch unerwartete Ereignisse, Reformen oder Revolutionen Gehör und erschüttert weiterhin Systeme, die nicht mehr in die heutige Zeit passen. Deshalb meinen viele, die Welt sei instabil geworden, doch im Grunde genommen war sie nie stabil. Der Unterschied zu früheren Zeiten ist, dass uns die immer rascher aufeinander folgenden Geschehnisse keine Zeit mehr zum Aufatmen lassen. Instabilität führt nicht nur dazu, dass Überholtes zusammenstürzt, sondern sie ist eine Voraussetzung für die Entstehung neuer – oft besserer – Strukturen. Instabilität fordert uns auf, kreativ zu sein, neue Wege einzuschlagen und eine neue Erde zu erschaffen. Wir sind den Ereignissen also nicht hilflos ausgeliefert – im Gegenteil!
 

22. bis 26. Juni 2011 – für sich selbst einstehen und trotzdem in der Liebe sein

Am Dienstag wechselt die Sonne um 19.18 Uhr in den Krebs; es ist Sommer-sonnenwende. In den nächsten dreissig Tagen rücken Familienthemen und das Bedürfnis nach Geborgenheit in den Vordergrund. Doch wenn es nur so einfach wäre!

Von Montag bis Donnerstag gestalten sich Denken und Kommunizieren im Guten intensiv und erneuernd. Im schwierigeren Erleben besteht die Gefahr, in Grübeleien zu versinken. In diesen Tagen kann jedes Gespräch eine Herausforderung darstellen, weil allseits versucht wird, mit nachhaltigen Worten und auch mit Kritik etwas bewirken zu wollen. Positive Kritik trägt dazu bei, Ungereimtheiten zu klären. Negative Kritik verhindert jedoch jeglichen Konsens und demotiviert. Wer tragfähige Kompromisse erzielen will, muss fundierte und ehrliche Millimeterarbeit leisten, denn die wenigsten krebsen freiwillig zurück. Und wer nicht bereit ist, andere Ansichten gelten zu lassen, muss mit harten Auseinandersetzungen rechnen.

Gleichzeitig wird die derzeit verbale Handlungs- und Durchsetzungsweise von Mitgefühl und Sensibilität durchkreuzt, was zu erhöhter Hilfsbereitschaft führt. Deshalb kann es schwerfallen, eigene Ziele ohne schlechtes Gewissen zu verfolgen. Und dies wiederum führt in der Folge leicht zu Ausweichmanövern, anstatt zu einem ehrlichen Abwägen zwischen den eigenen Bedürfnissen und denjenigen anderer.

Da der Energiepegel nicht so hoch ist, ist es weiser, auf seinen Körper zu hören und auf Kraftakte zu verzichten. In der Aussenwelt ist es denkbar, dass diese unterschiedlichen Kräfte durch verschiedene Parteien zum Ausdruck kommen, beispielsweise indem die eine Partei in der Opferrolle steht und die andere sagt, was zu tun ist.

Von Samstag bis Montag der darauffolgenden Woche führt der stark erhöhte Drang nach Unabhängigkeit und Wachstum überall dort zu Trennungen oder explosiven Situationen, wo die Familienbande keine individuellen Entwicklungsmöglichkeiten zulassen oder – umgekehrt – wo der Freiheit zuliebe rücksichtslos die eigene und die Geborgenheit anderer aufs Spiel gesetzt werden. Freiheit und Wachstum schliessen Geborgenheit nicht aus. Ohne Toleranz geht es nicht, doch die Rücksicht darf nicht auf Kosten der inneren Harmonie gehen.
 

Die Woche vom 27. Juni bis zum 3. Juli 2011 – bereit sein für Neuerungen

In der ganzen Woche wirkt ein sanfter Einfluss, der darauf hinweist, dass langfristig der materielle und emotionale Wohlstand nur dann aufrecht erhalten werden kann, wenn gleichzeitig die Bereitschaft vorhanden ist, in der einen oder anderen Form Opfer zu bringen. Denkbar ist, dass einen in Anbetracht des Leids in unserer nicht perfekten Welt Gefühle des Schmerzes und der Ohnmacht umfangen. Es nutzt niemandem, wenn wir nur Positives erwarten und bei jedem Ereignis am Sinn des Lebens zweifeln. Der wirksamste Beitrag, um die Geschehnisse in der näheren und weiteren Umgebung sanft und nachhaltig zu beeinflussen, besteht darin, im Hier und Jetzt präsent zu sein und im Frieden mit sich selbst zu leben.

Zu Beginn der Woche ist das Bedürfnis nach Unabhängigkeit und Freiheit erhöht, was zu explosiven Situationen und zu unerwarteten Ereignissen führen kann. Überlappend wirken andere Einflüsse, dank derer bis Donnerstag fundamentale Erneuerungen in Systemen, Strukturen und Sicherheiten eingeleitet oder durchgeführt werden können.

Bei mangelnder Reife oder mangelndem Fair Play muss mit sehr schwierigen Situationen gerechnet werden, zumal Finanzen, Wertvorstellungen, Schulden oder Reichtum auf Kosten anderer enorme Diskussionen auslösen können. Erschwerend kommt hinzu, dass sich die Handlungs- und Durchsetzungsweise gleichzeitig sehr heikel gestaltet. Der Kosmos begünstigt keine überhöhten Egostrukturen mehr, und deshalb hüte man sich vor Ansprüchen, die nur dem eigenen Vorteil dienen. Auf der Kehrseite gibt es natürlich Fälle, in denen es gerechtfertigt ist, für seine Rechte einzustehen und sich zu wehren.

Der Neumond am Freitag fördert einen Neubeginn. Es ist sinnvoll, nach Vollkommenheit zu streben, doch vollkommen ist nie etwas. Und die meisten Menschen beschäftigt latent das Gefühl, es stehe noch viel Arbeit bevor, bis sie ihr Ziel erreicht haben. Man soll sich davon nicht beirren lassen, denn der Weg ist das Ziel. Und das heisst, man kann sich ruhig Zeit nehmen.

Von Freitag bis Dienstag der darauffolgenden Woche ist die Stimmung ernsthaft, wenn nicht gar pessimistisch. In diesen Tagen kann es vermehrt vorkommen, dass fremde Einflüsse und Pflichten einen daran hindern, den Weg der Selbstverwirklichung zu gehen. Menschen, die es gewohnt sind, alles mit links zu erledigen, werden mehr Mühe mit Hindernissen haben als diejenigen, die bereit sind, Realitäten zu akzeptieren, und sich gleichzeitig darum bemühen, Schwachstellen auszumerzen. Es hat wenig Sinn, sich in zermürbenden Autoritätskonflikten zu verlieren. Viel weiser ist es, nicht zu streng mit sich selbst und anderen zu sein, und sich, wenn es nicht anders geht, aus Situationen zu entfernen, die die innere Harmonie chronisch gefährden.
 

Die Woche vom 4. bis zum 10. Juli 2011 - offen sein für grosse Veränderungen

Wer die Dinge, die nicht auf die Schnelle verändert werden können, akzeptieren kann, wie sie nun einmal sind, und sich weder von menschlichen Unvollkommenheiten noch von den mancherorts desolaten Zuständen in der Welt lähmen lässt, kann dennoch Marksteine für zukünftige strukturelle Veränderungen setzen.

Im schwierigeren Erleben führt der gleiche Einfluss zu einem Gerangel um Macht, Geld und Einfluss oder zu grossen Rechtskonflikten. Gleichzeitig muss damit gerechnet werden, dass überall dort, wo Neuerungen boykottiert oder, umgekehrt, erzwungen werden, mit unberechenbaren und explosiven Situationen gerechnet werden muss.

Erleichternd wirkt, dass sich die Handlungs- und Durchsetzungsweise von Montag bis Freitag diszipliniert, kommunikativ, flexibel und objektiv gestaltet. Man nutze Beziehungsnetze und finanzielle Mittel, sei sich jedoch bewusst, dass sich die Ausgangs- und Stimmungslagen gerade in diesen Bereichen von Tag zu Tag verändern.

Von Montag bis Mittwoch wirken eine grosse Gefühlstiefe und Sensibilität in Beziehungen. Da die Vorstellungen über das Zusammenleben und die verfügbaren Ressourcen im argen Kontrast zur nüchternen Realität stehen können, braucht es Vernunft, um sich nicht in Illusionen zu verlieren. Im gleichen Zeitraum gestalten sich Denken und Kommunizieren im Positiven grosszügig, herzlich und kreativ; im Negativen besteht die Tendenz zu grossspurigen Reden und unrealistischen Versprechungen.

Von Mittwoch bis Freitag werden einengende Fesseln in Partnerschaften und finanziellen Angelegenheiten schlecht ertragen. Die Folge davon können plötzliche Trennungen sein, die anschliessend zu einem schlechten Gewissen führen. Wenn dem so sein sollte, gilt es, zwischen Mitgefühl und Mitleid zu unterscheiden. Ein ehrliches Mitgefühl kann einen daran hindern, rücksichtslos vorzugehen. Wer jedoch aus Mitleid in unbefriedigenden Situationen verharrt, begibt sich nicht nur in eine Opferrolle, sondern setzt andere herab, weil er ihnen nicht zutraut, eigene Wege einzuschlagen.

Über das Wochenende weht ein leidenschaftlicher Wind in allen Beziehungen. Eifersucht, Habgier und gegenseitige Kontrollmanöver sind ebenso denkbar wie die Einsicht, dass überhöhte materielle und emotionale Besitzansprüche ins Leid führen. Wer loslässt, hat die Hände frei für Neues. Wer bereit ist, unangemessene Sicherheiten aufzugeben, die es sowieso nicht in dem Ausmass gibt, wie wir oft meinen, liegt richtig.
 

Die Woche vom 11. bis zum 17. Juli 2011 – Denksysteme den neuen Realitäten anpassen

In dieser Woche kann der Fortschritt nicht erzwungen werden. Um explosive Situationen und Schwierigkeiten zu vermeiden, ist es sinnvoll, Freiheits- und Erneuerungswünsche nicht aufzugeben, sondern allfällig auftauchende Blockaden als Erinnerung zu betrachten, sie in den nächsten Monaten zu überprüfen.

Das spontane Kommunizieren ist von Montag bis Mittwoch erfrischend, wenn man niemanden mit den eigenen Ansichten überrumpelt. Wer nicht ins Fettnäpfchen treten will, halte in heiklen Situation inne, bevor beispielsweise Forderungen gestellt werden. Es bricht einem auch kein Zacken aus der Krone, wenn man sagt «Ich weiss es nicht». Auf diese Weise schafft man die nötige Distanz, um nicht mit den gewohnten Denkmustern, sondern aus einer tieferen Dimension des Wissens heraus zu agieren und zu reagieren.

Achtsames Handeln und Kommunizieren lohnt sich auch deshalb, weil von Dienstag bis Freitag eine nüchterne Atmosphäre in zwischenmenschlichen Beziehungen herrscht und zudem mit Finanzen sparsam umgegangen wird. Wer nicht wie eine Mimose auf Kritik oder Absagen reagiert, dem gelingt es leichter, Angelegenheiten konstruktiv zu regeln.

Der Vollmond am Freitag beleuchtet den Wunsch nach Sicherheit und Geborgenheit. Befinden sich Geben und Nehmen materiell und immateriell im sozialen Umfeld im Fluss, fällt es leichter, dort Zuwendung und Hilfe zu spenden, wo es nötig ist. Fehlt jedoch das Bewusstsein, dass man auf einer anderen Ebene das zurückerhält, was man aus freien Stücken spendet, so treten anstelle der natürlichen Solidarität sinnlose Diskussionen.

Über das Wochenende weht im Denken und Kommunizieren ein selbstbewusster und zugleich tiefschürfender Wind. Im Positiven können Vorhaben kraftvoll vertreten werden; im Negativen ist die Tendenz zu rechthaberischen Streitigkeiten erhöht.
 

Die Woche vom 18. bis 23. Juli 2011 – vom Wissen zur Weisheit

Die sozialen Bedürfnisse sind von Montag bis Freitag empfindsam und verletzlich. Im Guten entstehen aus dieser Sensibilität heraus kreative und heilende Impulse, die das eigene und das gemeinsame Leben bereichern. Dennoch gilt es, achtsam zu sein, denn gleichzeitig besteht die Neigung, Dinge mit realitätsfremden Augen zu sehen.

Im Guten wie im Schlechten kommen von Mittwoch bis Sonntag vergangene Handlungsweisen zur Sprache. Grosse Zusammenhänge und der tiefere Sinn von Geschehnissen können leichter gefunden werden, wenn man Einzelheiten erfasst, sich jedoch nicht in ihnen verliert. Es ist möglich, dass in diesen Tagen Ausländerfragen an Brisanz gewinnen; es ist denkbar, dass sich beispielsweise die Wut über Ungerechtigkeiten explosiv entlädt. Zusammenfassend geht es darum, sich von Erfahrungen und Realitäten weder beflügeln noch lähmen zu lassen, sondern diese umzumünzen und neue Visionen zu entwickeln.

Die Sonne wechselt am Samstag um 6.13 Uhr in den Löwen. Mehr darüber in der nächsten Zeitqualität.


 

© Copyright/alle Rechte bei Ruth Siegenthaler 
 
Links:
Zur Webseite von Ruth Siegenthaler
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TIPP: Ruth Siegenthaler gibt ein umfangreiches monatliches Bulletin heraus. Das Bulletin erscheint monatlich. Abonnenten erhalten die aktuelle Ausgabe zu Beginn jeder Periode per Post, bestellen können Sie es hier.
 

 

Tagesseminar mit Ruth Siegenthaler

Die vier Göttinnen Ceres, Pallas, Juno und Vesta
03. September 2011

Samstag 10:00 bis 17:00 Uhr
Preis: CHF 180.-, EUR 135.-

Nicht nur im Weltgeschehen, sondern selbst im Horoskop haben die männlichen Götter das Sagen, und zwar selbst dann, wenn diese durch Frauen zum Ausdruck kommen. Die wirkende Zeitqualität verlangt von uns einen Ausgleich zwischen männlichen und weiblichen Energien. Wenn wir uns mit den Asteroiden Ceres, Pallas, Juno und Vesta beschäftigen, wecken wir die Stimmen der Weiblichkeit in Mann und Frau aus dem Dornröschenschlaf. So repräsentiert Ceres den Mutter-Archetyp in der menschlichen Psyche. Juno symbolisiert das emotionale Engagement und die Fürsorge in der Partnerschaft. Pallas und Vesta dagegen sind der individuellen Bildung verbunden und können sich ohne Bezugspersonen entfalten.

Kursort
Raum Bodensee

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